Dienstag, 24. August 2010

Zum Körpergefühl gezwungen


„Wer langsam geht, geht vernünftig; wer vernünftig geht, kommt weit.“

Sprichwort aus Italien


Gerade wenn man vor hat in ferner Zukunft den Ironman zu finishen, sollte man dieses Sprichwort beherzigen. Aber selbstverständlich reicht auch reines Grundlagentraining nicht aus. Bisher habe ich nur beim Radfahren meine Kraftausdauer trainiert. Naja, ganz stimmt das nicht, letzte Woche hatte ich meine erste Kraftausdauereinheit beim Laufen. Da ich nicht vor habe in diesem Jahr noch an einem Wettkampf teilzunehmen, ist dies aber auch nicht weiter schlimm.
Heute hab ich allerdings mal wieder etwas für meine Kraftausdauer beim Laufen getan.

Geplant war das heute alles aber nicht. Ich habe meine Arbeit heute im Labor schneller abgeschlossen als ich es für möglich hielt. Also hatte ich auf einmal viel Freizeit, welche möglichst sinnvoll gefüllt werden sollte. Da morgen ein voller Terminkalender wartet, habe ich die Laufeinheit von morgen vorgezogen.
Für diesen Mittwoch war eine Lka-Einheit (=Laufen im Kraftausdauerbereich) mit einer Dauer von einer Stunde angesetzt, selbstverständlich kommt da noch die Zeit für das Aufwärmen und den Cool-Down hinzu. Weiterhin führe ich vor jeder Laufeinheit im Kraftausdauer- und Entwicklungsbereich ein kleines Techniktraining durch.

Nachdem ich in meiner Wohnung ankam, habe ich also meine Laufklamotten angezogen. Leider war meine Ausrüstung nicht komplett, anscheinend habe ich den Pulsgurt meines Forerunner 305 in meiner ca. 100km entfernten Heimatstadt vergessen. Da ich keine Lust hatte mich deswegen in den Zug zu setzen, blieb mir nichts anderes übrig als meinem Körpergefühl zu vertrauen.
Unglücklicherweise stand heute aber kein Training im Grundlagenbereich auf dem Plan, sondern halt Kraftausdauertraining. Und in diesem Bereich fehlt mir bisher noch die Erfahrung. Ich meinte mich erinneren zu können, dass ich letzte Woche eine Geschwindigkeit von ca. 10 km/h gelaufen bin, also wollte ich mich an einer Pace von ca. 6:00 min/km halten. Dies ist mir mit einer Pace von 5:57 min/km auch gut gelungen, allerdings stellte sich heraus, dass dies nicht das richtige Tempo war. Statt einer Pace von 6:00 bin ich letzte Woche nur eine Pace von 6:25 gelaufen, also war ich heute definitiv zu schnell. 

Das Laufen an sich lief allerdings relativ gut. Teilweise hatte ich ein wenig zu kämpfen (wollte am Anfang noch eine Pace von 5:30 zu halten), hab aber schnell eingesehen, dass das nichts wird. Danach ging es mit einer Pace von 6:00 ganz angenehm weiter (so angenehm diese Geschwindigkeit für mich zumindest sein kann). Zu allem Überfluss, habe ich mich anfangs sogar verlaufen. Ich wollte zwar einen etwas anderen Weg laufen als sonst, aber dass ich meine normale Strecke erst nach sieben Kilometer wieder erreiche, war eigentlich nicht geplant. Aber das Wetter war heute auf meiner Seite, zu Beginn war es noch ein wenig sonnig, dann bewölkt, aber der richtige Schauer kam erst runter, als ich meine Wohnung bereits wieder erreicht hatte.
Zwar finde ich ein leichten Regen beim Laufen ganz angenehm, aber einem richtigen Schauer gehe ich lieber aus dem Weg.

So genug gelabert, kommen wir dann mal zu meiner Trainingsauswertung: 

                                                                                                         
Abschnitt Sportart Betonung Dauer
[hh:mm:ss]
Vorgabe Herzf.
Ist
Distanz
[km]
Pace/Speed
[min/km od. km/h]
1 Laufen Aufwärmen 00:20:0060-75% k.A. 2.63 07:37
2 Laufen Lauf-Abc k.A.k.A. k.A. k.A. k.A.
3 Laufen Kraftausdauer 01:00:0075-90% k.A. 10.08 05:57
4 Laufen Cool-Down 00:15:0060-75% k.A. 1.21 12:21




Wie man an meinen Zeiten erkennen kann, bin ich kein Läufer. Mal sehen welche Zeiten ich irgendwann einmal laufen kann, aber es wird wohl immer meine schlechteste Disziplin bleiben. Denn trotz der realtiv langsamen Zeiten im Hauptteil, merke ich meine Unterschenkel relativ deutlich. Vielleicht entwickelt sich hieraus noch ein Muskelkarter, das wird sich wohl spätestens morgen zeigen.

Ach ja, nach dem oben angegebenen Lauf bin ich noch ein wenig Barfuß gegangen. Ich empfinde es als sehr angenehm, nach einer Laufeinheit noch ein paar Kilometer ohne Schuhe zu laufen. Probiert es ruhig mal aus, ist fast wie eine kleine Massage nach dem Training.

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