Über mich

Ich bin im Jahr 1986 geboren und hab Ende 2009 meine Leidenschaft für den Triathlonsport entdeckt, insbesondere für die "Königsdisziplin", die man eventuell noch als Amateur erreichen kann, der Ironman-Distanz.

Sport in der Schulzeit:
Bisher hab ich noch keine wirkliche Erfahrung bei einem Triathlonwettkampf gewinnen können, wenn man von einem kleinen Schulwettkampf absieht. An die Distanz dieses Wettkampfs kann ich mich nicht mehr erinnern, ich meine, dass es 0,5-15-2-Wettkampf war, also eine sehr kurze Distanz.
Danach habe ich jahrelang nichts mehr mit dieser schönen Sportart zu tun gehabt. Bis zu meinem Abitur habe ich zwar weiterhin alle drei Sportarten betrieben, allerdings immer nur für meine eigene Fitness und ohne irgendein Ziel. Damals habe ich relativ häufig (4-5 mal die Woche) sehr kurze Einheiten trainiert.


Die faulen Jahre:
Nach meinem Abitur entschied ich mich für ein duales Studium, d.h. ich habe in drei Jahren gleichzeitig ein Studium zum Wirtschaftingenieur und eine Ausbildung zum technischen Zeichner abgeschlossen. Leider war dieses Studium nicht mit so viel Freizeit verbunden, wie ein klassisches Studium an einer normalen Hochschule. Nachdem ich von 8 Uhr morgens bis 18:30 in der Hochschule Vorlesungen hatte, abends noch lernen und Berichte schreiben musste, hatte ich einfach keine Lust mehr Sport zu machen. Hinzu kam noch eine schlechte Ernäherung, weil ich auch keine Lust hatte zu kochen und so eine Menge Mist gegessen hab.

Der Schock:
Diese Lebensweise musste natürlich negative Auswirkungen auf meine Fitness und selbstverständlich auch auf mein Körpergewicht haben. Selber bemerkt hab ich es allerdings nie. Zwar wurde ich darauf angesprochen, hab dies aber nicht wirklich ernst genommen, da ich eigentlich immer eher untergewichtig als übergewichtig war. Der Schock kam bei einem Urlaub an der Ostsee mit meiner Freundin und einigen Freunden.
In diesem Urlaub machten wir natürlich auch Fotos am Strand und eins dieser Fotos sorgte dafür, dass meine Augen endlich geöffnet wurden. Nach dem Urlaub stellte ich mich zum ersten Mal seit drei Jahren wieder auf eine Waage und diese bestätigte das Foto, ich hatte während den drei Jahren des Studiums 20 Kilogramm zugenommen.

Erste Gehversuche:
Nach meinem Bachlor, entschied ich mich noch meinen Master zu machen, allerdings diesmal an einer normalen Hochschule. Somit hatte ich wesentlich mehr Zeit als vorher und mir war klar, ich musste etwas ändern, denn ich wollte mein Gewicht unbedingt reduzieren. Jetzt war die Frage, welche Sportart ist die dafür am besten geeignet. Ich fing an mit meinem Hollandrad wieder Fahrrad zu fahren. Alle Strecken für die ich vorher im Auto zurücklegte, habe ich jetzt auf zwei Rädern hinter mir gebracht. Wenn ich zu meinem Semesterferienjob fuhr, beispielsweise immer locker hin und schneller zurück. Ich wollte ja nicht verschwitzt im Büro sitzen (zur Sicherheit hatte ich im Wechselkleidung in den Fahrradtaschen, natürlich auch einen Deodorant, usw.). Auf diese Weise habe ich im Monat ca. 800 km auf zwei Rädern verbracht. Leider stellte sich trotz diesem Umfangs keine wirkliche Reduzierung meines Körpergewichts ein. Vielleicht waren meine Radtouren ja einfach zu locker.
Zum Laufen kam ich über die Familie meiner Freundin. Ihr Vater und ihr Bruder wiesen starkes Übergewicht aus, konnten dieses aber relativ zügig ablegen. Ihr Bruder sogar in einem Rekordtempo (innerhalb eines halben Jahres hatte er knapp 50 Kilogramm abgenommen). Beide brachten schnell weniger auf die Waage als ich. Also mussten sie irgendetwas richtig machen und ich wollte von ihnen lernen. Beide fingen erst mit dem Walken an, da Joggen bei ihrem Übergewicht zu stark auf die Gelenke gingen. Sobald ihr Gewicht es zuließ, fingen Sie mit dem Joggen an. Da beide so einen Erfolg mit dem Laufen hatten, fing auch ich wieder damit an.
Vor dem Studium schaffte ich meine Hausstrecke von 6,5 km in knapp 27 Minuten, also einer Pace von ca. 4:10. Ich denke nicht, dass ich jemals wieder eine solche Pace laufen werde, allerdings auch nie wieder so kurze Strecken. Am Anfang wollte ich eine Strecke von knapp 8 km locker joggen, musste allerdings nach knapp 4 km schon eine Ruhepause einlegen.
Innerhalb von zwei Wochen schaffte ich die 8 km am Stück und lief nun alle zwei Tage. Hätte mich der Vater meiner Freundin nicht ungefragt bei einem Volkslauf angemeldet, hätte ich wahrscheinlich auch immer so weiter gemacht.

Die erste Wettkampfvorbereitung:
Um den Wettkampf einigermaßen vernünftig hinter mir zu bringen, steigerte ich meine Laufumfänge sehr stark. Ich hatte nur noch 1,5 Monate für die Vorbereitung Zeit, daher lief ich mittlerweile immer drei Tage am Stück und machte dann einen Tag Pause. Am ersten Tag lief ich meine Tempoeinheit, was bei mir knapp 10 km in einer Stunde waren, die anderen beiden Tage lief ich dann 15 km sehr locker.

Der erste Wettkampf:
Meinen ersten Volkslauf mit einer Länge von 10 km hab ich für meine Verhältnisse auch gut absolviert. Ich ging den Wettkampf leider zu langsam an, da ich auf keinen Fall in meiner Heimatstadt vorzeitig aufgeben wollte. In der letzten von fünf Runden merkte ich dann, dass ich noch viel zu viel Energie hab und hab meine Pace auf 5:00 gesteigert. So konnte ich in der letzten Runde sowohl meine Freundin als auch ihren Vater noch überholen, nur ihr Bruder lief in einer anderen Klasse. Meine ersten zehn Kilometer lief ich in einer Zeit von 53:26. Dies ist zwar keine schnelle Zeit für andere Läufer, aber ich war mehr als zufrieden, ich hatte mehr mit einer Zeit von knapp einer Stunde gerechnet.

Übermut kommt vor dem Fall:
Dass ich mein Training zu schnell gesteigert hatte, zeigte sich nach dem Wettkampf. Ich hatte die Wochen darauf mit starken Schienbeinschmerzen zu kämpfen. Diagnose: Knochenhautentzündung. Also musste ich erstmal zwei Monate pausieren, was mich tierisch nervte. Im Nachhinein bin ich allerdings froh, dass ich bereits so früh diese Erfahrung gemacht habe, es hat mir eine ganz andere Denkweise gezeigt.

Die Lehre:
Aufgrund meiner Probleme fing ich an mich intensiver mit der Trainingssteuerung und Lauftechnik allgemein zu beschäftigen. Also besorgte ich mir Bücher, lass auf Internetseiten, usw. Seither laufe ich langsam, aber dafür länger. Zwar werde ich öfter während meines Trainings überholt, insbesondere bei den Grundlageneinheiten, aber dafür schade ich meinem Körper nicht mehr, sondern verbessere gesund meine Fitness.

Das Problem mit dem Laufen:
Nach einem knappen Jahr reines Lauftraining wurde es mir allerdings zu langweilig. Wahrscheinlich auch, weil ich eigentlich nicht der Läufer bin, sondern lieber schwimme und radfahre. Die einfach Lösung: "Triathlon", so konnte ich meinen beiden Lieblingssportarten nachgehen und auch das Laufen wollte ich nicht aufgeben, da ich es für eine gute Sportart zum Abnehmen halte.
Um alles richtig zu machen, bestellte ich mir Bücher über den Triathlonsport. Eins dieser Bücher beschäftigte sich mit dem Ironman. Es sollte einem helfen einen Ironman zu finishen, also nicht um auf Bestzeit zu laufen.

Mein Weg zum Ironman:
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich vorher von den "Ironmänner" nur am Rande etwas gehört habe. Sprich von den Rennen, wo man zusammenbricht, sobald man die Ziellinie überquert. Oder gar nicht erst soweit kommt. Ich wusste nicht einmal, dass man als Amateur an diesen Rennen teilnehmen konnte.
Diese Sportart und insbesondere die Langdistanz übten allerdings eine ungemeine Faszination auf mich auf, so dass in mir der Entschluss reifte, irgendwann einmal dieses Rennen zu finishen. Die Zeit ist mir dabei völlig egal, Hauptsache ankommen.

Der heutige Stand:
Derzeit trainiere ich an fünf Tagen in der Woche. Jede der drei Disziplinen wird zweimal wöchentlich trainiert. Wobei selbstverständlich regelmäßig eine Regenarationswoche eingebaut ist, schließlich habe ich ja aus meinen bisherigen Fehlern gelernt. Im Normalfall trainiere ich Dienstags und Donnerstags mein Schwimmen, dabei sind drei verschiedene Trainingsmodi möglich: Ausdauer, Technik oder Atmung.
Am Wochenende stehen die langen Radfahreinheiten auf dem Plan, derzeit fahre ich im Grundlagenbereich max. vier Stunden, im Kraftausdauerbereich eine Stunde. Noch trainiere ich auf einem Trekkingrad, so dass ich im Grundlagenbereich nur Geschwindigkeiten von 25 km/h schaffe. Sobald ich meine Masterthesis abgeschlossen habe und normal am Arbeiten bin, werde ich mir wohl ein Triathlonrad anschaffen.
Mittwochs steht meine längere Laufeinheit auf dem Plan und Samstag eine kurze direkt nach dem Radfahren.
Da ich mich derzeit in der heißen Phase meiner Masterthesis befinde, fällt das Schwimmtraining derzeit allerdings aus. Im Vergleich zur eingesetzten Gesamtzeit bringt mir dies am wenigstens. Ich glaube mir dies zumindest als ehemaliger Wettkampfschwimmer am ehesten erlauben zu können. Zudem ist die Schwimmstrecke für die Ironmandistanz auch relativ uninteressant. Nach meiner Abgabe wird das Trainings selbstverständlich sofort wieder aufgenommen, aber es wird einfach mal Zeit mein Studium abzuschließen.

Die langfristige Planung:
Mein Ziel ist es in den nächsten Jahren erst einmal meine Ausdauer zu verbessern. Im nächsten Jahr möchte ich gerne an meinem ersten Triathlonwettkampf teilnehmen. Welche Länge dieser haben wird, kann ich noch nicht einschätzen, ich denke aber, dass es die olympische Distanz sein wird.
Wenn ich es schaffe, kommt in zwei Jahren mein erster Ironman 70.3 und ein Jahr darauf mein größtes Ziel, der Ironman in Frankfurt oder Regensburg. Wann genau ich die Mitteldistanz und die Langdistanz angehe, wird aber die Entwicklung meiner Form bestimmen.

Sinn des Blogs:
Ich weiß nicht, ob sich irgendjemand für diesen Blog interessieren wird. Aber selbst wenn nicht, werde ich in zwei, drei oder wie viel auch immer Jahren bestimmt gerne auf diesen Blog zurückblicken und mir meine alten Einträge einsehen. Dann werde ich mich an alle schönen Seiten des Sports, wie auch an meine persönlichen Tiefpunkte zurück erinnern und froh sein, dass ich mein Ziel endlich erreicht habe.
Zudem dient mir das Schreiben als Motivationshilfe.